In der Wiesbadener Innenstadt sind zwei mobile Sprühnebelanlagen aufgestellt worden, die an heißen Tagen für Abkühlung sorgen sollen. Eine der Anlagen am Kochbrunnenplatz ist seit dem 25. Juni in Betrieb. Die zweite Anlage auf dem Dernschen Gelände wird in den kommenden Tagen aktiviert. Beide Geräte laufen voraussichtlich bis Anfang September und werden als Pilotprojekt vom städtischen Umweltamt im Rahmen des kommunalen Hitzeaktionsplans betreut.
Standorte und Nutzungsweise
Die Aufstellung erfolgte an zwei Innenstadtplätzen, die sich an heißen Tagen besonders stark erwärmen. Die Anlagen sind mobil und über eine Stele mit Touchsensor zu bedienen. Nach der Aktivierung durch Berührung startet der feine Wassernebel nach einigen Sekunden und läuft etwa drei Minuten. Auf Sitzpodesten in der Nähe können Passanten kurze Pausen nahe am Nebel einlegen.
Funktionsweise und Wirkung
Nach Angaben der Verantwortlichen entzieht die Verdunstung des Nebels der Umgebungsluft Wärme und kann so die gefühlte Temperatur um bis zu zwölf Grad Celsius mindern. Dabei soll die Nutzung keinen nennenswerten Nässeeffekt auf der Kleidung haben. Die Maßnahme ist Teil größerer Bemühungen, die Innenstadt gegen die Folgen des Klimawandels widerstandsfähiger zu machen und das Gefährdungspotenzial für die Gesundheit zu verringern.
Wasserhygiene und Wartung
Für den Betrieb gelten Vorgaben zur Wasserhygiene. Das Wasser in den Leitungen wird regelmäßig auf Verkeimungen untersucht. Spülintervalle sollen für einen ausreichenden Austausch sorgen. Darüber hinaus sind routinemäßige Reinigungen und Wartungen vorgesehen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb sicherzustellen.
Einordnung
Stadträtin Ulla Bai, die Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger vertritt, erklärte, Wasser sei entscheidend für ein angenehmes Klima in der Innenstadt und die Anlagen schafften zusätzliche Orte zur direkten Erfrischung. Die Stadt will mit dem Pilotprojekt Erfahrungen sammeln, um mögliche weitere Maßnahmen zur Hitzevorsorge zu prüfen.
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