In Eltville am Rhein berichten städtische Stellen von einem deutlichen Anstieg illegaler Müllablagerungen in der Landschaft. Nach Angaben der Stadt stammen die meisten Abfälle aus Privathaushalten und reichen von Bauschutt über alte Autoreifen bis zu sperrigen Haushaltsgeräten. Zuletzt musste die Kommune mehrere Tonnen Abrissmaterial kostenpflichtig entfernen.
Art und Ort der Ablagerungen
Die Stadtwerke beobachten eine breite Palette zurückgelassener Gegenstände. Neben Bauschutt werden unter anderem Kühlschränke, Herde sowie Dusch- und Badewannen in Gräben oder offen in der Landschaft abgestellt. Häufig treten Ablagerungen in der Nähe von Glascontainern und Altkleidersammelstellen auf. Laut Stadt sind die Fälle früher eher vereinzelt aufgetreten, das Müllaufkommen habe inzwischen jedoch deutlich zugenommen.
Konsequenzen für Personal und Haushalt
Die illegale Entsorgung wirkt sich nach Angaben der Stadtverwaltung sowohl auf den Arbeitsalltag der Stadtwerke als auch auf die kommunalen Finanzen aus. Personal, das für Reinigungs- und Bergungsarbeiten eingesetzt wird, steht dann für andere Aufgaben nicht zur Verfügung. Diese zusätzlichen Einsätze verursachen laut Stadt zusätzliche Kosten für den kommunalen Haushalt. Illegale Müllentsorgung stelle zudem ein ordnungsrechtliches Vergehen dar, das mit Bußgeldern belegt werden kann, und die Stadt erhebe in entsprechenden Fällen Anzeigen.
Wertstoffhof als Alternative
Die Stadt weist private Haushalte auf den lokalen Wertstoffhof hin, der als reguläre Annahmestelle für die meisten Abfälle dient. Der Wertstoffhof befindet sich im Wiesweg neben den Stadtwerken. Für private Haushalte ist die Abgabe nach Angaben des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft größtenteils kostenfrei. Die Öffnungszeiten lauten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr.
Bürgermeister Patrick Kunkel und Stefan Seyffardt, Leiter der Stadtwerke, fordern die Bevölkerung auf, die angebotenen Entsorgungsmöglichkeiten zu nutzen, um Landschaft und öffentliche Flächen zu schützen und zusätzliche Belastungen für Personal und Haushalt zu vermeiden.
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