Die Stadt Eltville am Rhein will gezielt gegen nächtliche Verwüstungen in ihrem neu gestalteten Stadtpark und weiteren öffentlichen Plätzen vorgehen. Nach Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern hat die Kommune einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt, der nach Dienstschluss der Ordnungspolizei unregelmäßige Streifen fahren soll.
Warum die Kommune reagiert
Die Stadt hat den Stadtpark in einem aufwändigen Verfahren umgestaltet und dabei laut Verwaltung Bürgerinnen und Bürger aller Generationen eingebunden. Bürgermeister Patrick Kunkel betont, es sei Steuergeld investiert worden, um dem zuvor wenig genutzten Ort neue Aufenthaltsqualität zu verleihen. Beobachtungen und Hinweise aus der Nachbarschaft hätten gezeigt, dass es besonders nach Dienstschluss der Ordnungspolizei zu Zerstörungen und großen Müllansammlungen komme.
Kunkel verwies darauf, dass tagsüber ein friedliches Miteinander verschiedener Gruppen zu beobachten sei. Zugleich kritisierte er nächtliche Feierlichkeiten, die so exzessiv verlaufen, dass Kinder den Spielplatz am nächsten Morgen wegen Glasscherben und Verschmutzung nicht nutzen könnten.
Einsatzorte und Organisation der Streifen
Erster Stadtrat Hans-Walter Pnischeck erklärte, ab Freitag werde ein von der Stadt beauftragter Securityservice nach Dienstschluss der Ordnungspolizei im Stadtpark und an weiteren öffentlichen Plätzen Streife gehen. Neben dem Stadtpark nannte die Verwaltung ausdrücklich den Spielplatz im Bachhöller Weg in Erbach sowie die Bubenhäuser Höhe in Rauenthal als Einsatzorte.
Der Sicherheitsdienst soll zu unregelmäßigen und damit nicht vorhersehbaren Zeiten kontrollieren, um Vandalismus zu verhindern und die Aufenthaltsqualität für diejenigen zu sichern, die sich an die Regeln halten. Die Ordnungspolizei soll parallel weiterhin regelmäßige Kontrollen durchführen.
Die Stadt betont, dass das Vorgehen dem Schutz der neu geschaffenen Anlagen dienen und eine Nutzung durch Familien, Sporttreibende und Ruhesuchende dauerhaft ermöglichen soll.
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