Mauritius hat 2023 strenge Schritte gegen das Rauchen unternommen, die sowohl Einheimische als auch Besucher direkt betreffen. Die Insel führte unter anderem strengere Rauchverbote an vielen öffentlichen Orten und als erstes afrikanisches Land eine einheitliche Verpackung für Tabakprodukte ein, was die Regeln für Raucher deutlich verschärft.
Wer nach Mauritius reist oder dort lebt, sollte sich auf klare Einschränkungen einstellen: Rauchen ist in vielen Innen- und ausgewählten Außenbereichen untersagt, und Verstöße können Geldbußen nach sich ziehen. Der folgende Beitrag erklärt die wichtigsten Gesetze von 2023 und nennt praktische Orte und Tipps, damit man vor Ort problemlos zurechtkommt.
Gesetze und Vorschriften zum Rauchen in Mauritius 2023
Die Regelungen von 2023 schränken das Rauchen und Vaping deutlich ein und definieren klar verbotene Orte sowie Strafen. Verkaufsverbote, Kennzeichnungspflichten und Kontrollen durch Gesundheitsbehörden ergänzen die Ortsverbote.
Aktuelle Raucherregelungen
Seit dem 31. Mai 2023 gelten in Mauritius schärfere Bestimmungen gegen das Rauchen und insbesondere gegen E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte. Das Gesetz verbietet das Dampfen in nahezu allen öffentlichen Bereichen und führt strenge Beschränkungen für Verkauf, Werbung und Verpackung ein. Plain-packaging (einheitliche Verpackung ohne Promotion) wurde eingeführt, um die Attraktivität von Tabakprodukten zu reduzieren. Behörden führen regelmäßige Inspektionen durch; tausende Kontrollen wurden 2023/2024 protokolliert. Die Regelung basiert auf der nationalen Umsetzung der WHO-Tabakkontrollmaßnahmen und zielt auf Reduktion von Passivrauch sowie Einschränkung des Zugangs für Minderjährige.
Orte mit Rauchverbot
Rauchen ist in allen geschlossenen öffentlichen Räumen verboten: Restaurants, Bars, Einkaufszentren, öffentliche Verkehrsmittel und Arbeitsplätze. Zahlreiche Außenbereiche sind ebenfalls tabu, darunter Außenbereiche von Regierungsgebäuden, Gesundheitseinrichtungen, Bildungseinrichtungen und Strände mit ausgeschilderten Nichtraucherzonen. Hotels und Resorts müssen explizit ausgewiesene Raucherzonen haben; in vielen Fällen liegen diese Zonen abseits stark frequentierter Wege. E-Zigaretten und Dampfen unterliegen häufig einem umfassenderen Verbot als herkömmliche Zigaretten und sind an den meisten Orten vollständig untersagt.
Strafen bei Verstößen
Bei Verstößen drohen Bußgelder für Privatpersonen und zusätzliche Sanktionen für Betreiber von Einrichtungen. Personen, die in verbotenen Bereichen rauchen oder vapen, können sofort mit Geldstrafen belegt werden; die Polizei und Gesundheitsinspektoren sind zur Ahndung befugt. Betreiber, die Nichtraucherschutzregeln nicht durchsetzen, riskieren ebenfalls Bußgelder und Wiederholungssanktionen. Seit Inkrafttreten der neuen Regeln haben die Behörden verstärkt kontrolliert: Hunderte von Fällen führten bereits zu Strafen oder Verwarnungen. Wiederholte oder gewerbliche Verstöße können höhere Geldbußen oder behördliche Maßnahmen nach sich ziehen.
Besondere Vorschriften für Touristen
Touristen müssen die gleichen Beschränkungen wie Einheimische beachten; Ausnahmen bestehen kaum bis gar nicht. Beim Mitführen von E-Zigaretten, Liquids oder erhitzten Tabakprodukten sollte man Zoll- und Einfuhrbestimmungen prüfen, da Verkauf und Nutzung stark reglementiert sind. Viele Hotels bieten ausgewiesene Raucherbereiche, doch diese liegen oft abseits und sind strikt gekennzeichnet. Reisende sollten öffentliche Schilder respektieren; Zuwiderhandlungen führen zu denselben Bußgeldern wie bei Einwohnern. Bei Unsicherheit empfiehlt sich vorab die Nachfrage beim Hotel oder bei lokalen Behörden.
Raucherfreundliche Orte und Tipps für Reisende
Mauritius erlaubt Rauchen in ausgewiesenen Außenbereichen und in manchen Hotels wieder, während geschlossene öffentliche Gebäude, Restaurants und Gesundheits‑ oder Bildungseinrichtungen meist rauchfrei bleiben. Reisende sollten auf ausgeschilderte Zonen, Hotelregeln und Flughafenvorschriften achten.
Empfohlene Raucherzonen
An Flughäfen wie Sir Seewoosagur Ramgoolam (MRU) existieren ausgewiesene Raucherbereiche vor der Sicherheitskontrolle.
Strandpromenaden und private Hotelterrassen sind oft die praktischsten Optionen zum Rauchen, solange Schilder das erlauben.
Öffentliche Innenräume, Restaurants und Bars sind in der Regel rauchfrei; Zuwiderhandlung kann Bußgelder nach sich ziehen.
Vor Ort ausgeschilderte Bereiche und Personalhinweise sind verbindlich. Reisende sollten Aschenbecher benutzen und Zigarettenreste nicht in der Natur entsorgen.
Erwerb und Preise von Tabakerzeugnissen
Zigaretten und E‑Zigaretten sind in Supermärkten, Kiosken und Duty‑Free‑Shops am Flughafen erhältlich.
Duty‑Free bietet meist die günstigsten Preise beim Ankommen oder Abfliegen, lokale Läden sind teurer.
Preisniveau variiert je nach Marke; internationale Marken werden breit geführt.
Beim Kauf von E‑Zigaretten und Liquids auf Alterskontrollen achten; Jungendliche dürfen nicht bedient werden. Reisende sollten Quittungen aufbewahren, falls Zoll- oder Einfuhrfragen auftreten.
Gesundheitsbewusstsein und gesellschaftliche Einstellung
Die Regierung hat seit 2023 das Rauchverbot in vielen Innenräumen verstärkt, was zu sichtbarer Reduktion von Raucherbereichen geführt hat.
Die lokale Bevölkerung zeigt zunehmendes Gesundheitsbewusstsein; Rauchen in Gegenwart von Kindern oder an Stränden wird sozial kritischer gesehen.
Hotels passen zunehmend ihre Hausregeln an: einige bieten wieder ausgewiesene Raucherbereiche, andere bleiben komplett rauchfrei.
Reisende sollten Rücksicht zeigen, Abstand halten und das Rauchen sofort einstellen, wenn Einheimische oder Personal Einwände haben.

